Bluffen

Social Media und die Netzwerke verleiten viele Menschen dazu, sich besser zu präsentieren als sie in Wirklichkeit sind. Man möchte andere Menschen von sich überzeugen und gut ankommen. Die User in Social Media sind auf der Suche nach Anerkennung, Selbstbestätigung und Geborgenheit. Dinge, die sie vielleicht im realen Leben vermissen.

Jugendliche nutzen Facebook gerne, um ihr Profil optisch aufzupeppen und damit bei anderen anzukommen. Da wird mit allen Photoshop-Tricks gearbeitet und manipuliert, damit die Altersgenossen nur so vom Profil des anderen “geblendet” werden. Hinterher genießt man dann die Anerkennung und das Lob der Freunde, die vielen Likes und positiven Kommentare und fühlt sich in seinem Tun bestätigt.

Normalität ist schon lange out! Warum auch normal sein in den Netzwerken, wenn ein bisschen “Blenden” und “Bluffen” doch so viel Spaß macht!

Aber warum sind solche Selbstinszenierungen schlecht? Ganz einfach: Selbstinszenierung macht zwar großen Spaß – es kann aber die Vorstufe zur richtigen “Lüge” sein!

Man könnte sich fragen, wo kommt das her, dieses “Blenden” und “Bluffen”? Täuschen ist ein Erbe unserer Evolution. Die Fähigkeit, sich zu verstellen, andere zu täuschen und die Umwelt zu imitieren, gehört zur evolutionären Grundausstattung des Menschen. Und der technische Fortschritt mit seinen virtuellen Welten hat noch mal einen Schub des Täuschens und “Blendens” mit sich gebracht. TV-Sendungen wie “Popstar” und viele mehr fördern das Hochstapeln. Wir Menschen bekommen viele falsche Signale aus unserer virtuellen und technologischen Welt – da ist es dann nur logisch, dass jeder ein “Supertalent” sein möchte.

Wie kann man solchen “Bluffs” und “Blendereien” Einhalt gebieten – vor allem im Zeitalter der sozialen Netzwerke?  Das Erbe der Natur muss durch Moral und Pädagogik im Zaum gehalten werden. Eltern müssen ihren Kindern vorleben und sie auch dazu erziehen, wie man sich richtig zu zeigen und zu präsentieren hat. Denn “Bluffereien” untergraben in aller Regel alle sozialen Beziehungen. Nur wenn Kindern und Jugendlichen richtiges Verhalten gelehrt wird, sind diese in der Lage sich auch richtig zu verhalten. Eltern haben also immer eine Vorbildfunktion. Ich kann nicht erwarten, wenn ich als Elternteil mich “blenderisch” im Internet präsentiere, dass meine Kinder dieses falsche Verhalten dann nicht imitieren.

MERKE:

Wir müssen lernen, uns in Social Media normal zu geben – “Blender” und “Bluffer” sind hier unerwünscht!

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2 Kommentare on Von “Bluffern” und “Blendern” in Social Media

  1. Sehr schön beschrieben. Unterstreiche ich alles zu 100%. Vielen Dank dafür.

    Mit farbenfrohen und :-) Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

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